Manche Menschen fühlen und erleben Dinge intensiver, als andere. Diese Gabe, die als Hypersensibilität bezeichnet wird, kann auch zwischenmenschliche Beziehungen beeinflussen.
Das Wort „sensibel“ kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet nichts anderes als „der Empfindung fähig“ und ist insofern ein neutraler Ausdruck. Wie stark diese Empfindungsfähigkeit ausgeprägt ist, hängt unter anderem von der Art ab, wie wir die Welt wahrnehmen und wie die Wahrnehmungsfilter im Gehirn beschafften sind.
Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit
Hochsensibilität ist ein von der amerikanischen Universitätsprofessorin und Psychotherapeutin Dr. Elaine N. Aron postuliertes psychisches Phänomen, bei dem Betroffene mehr wahrnehmen, als sie verarbeiten können und stärker als der Populationsdurchschnitt auf Reize reagieren - was leichter zu einer Reizüberflutung führt. Hochsensibilität beeinflusst nicht nur das eigene Leben, sondern auch alle zwischenmenschlichen Kontakte. So auch eine Partnerschaft.
Hochsensible erleben und fühlen tiefer und intensiver als Normal- oder Nichtsensible.
Die hohe Sensibilität ermöglicht auch ein tiefgehendes Erleben von Natur und Musik.
Feinste Schwingungen werden erspürt, die sich in einer künstlerischen und visionären Begabung zeigt. Sie können sich berühren lassen von den Gefühlen und Stimmungen anderer Menschen, sind sehr einfühlsam und haben ein gutes Gespür für subtile Botschaften. So können Hochsensible spüren, wie es jemanden geht, oft bevor sich diese Person selbst darüber bewusst ist. Hochsensible reflektieren insgesamt mehr und sind in der Lage, feine Unterscheidungen zu treffen. Sie nehmen stärker wahr, was unter der Oberfläche abläuft, sind meistens intuitiv veranlagt.