Abgrenzung !!!

Immer wieder stoße ich bei Menschen auf die Aussage, dass "ein IQ-Test" gemacht wurde oder "noch kein IQ-Test" gemacht wurde um Hochbebegabung festzustellen.

Um es einmal ganz deutlich zu sagen. Hochintelligenz hat nach meinem Verständnis absolut nichts mit Hochbegabung zu tun. Oder anders gesagt: Intelligente Menschen müssen noch lange nicht begabt sein. Oder begabte Zeitgenossen durchaus nicht sonderlich intelligent. Und um es noch komplizierter zu machen: Ich bin der Überzeugung, dass es einen dritten wesentlichen Faktor gibt, nämlich die Hochsensibilität, die bei der Betrachtung von Hochbegabung nicht vergessen werden darf.

Diese drei Merkmale stehen in einem bisher nicht untersuchten Zusammenhang und üben Wechselwirkungen auf einander aus.

  • Sensibilität, dient der genauen Wahrnehmung
  • Intelligenz erkennt, was die Sensibilität wahrgenommen hat und bewertet, - Wissen entsteht. s.u.
  • Begabung ist die Umsetzung des Wissens, das die intelligente Bewertung ergeben hat.

Intelligenz ist die Fähigkeit zu erkennen und zu kombinieren und das mit einer bestimmten Tiefe, Mehrdimensionalität und Beständigkeit. Dies gilt für alle Formen von Intelligenz. Durch Begabung entsteht kein Wissen, Wissen ersteht durch Intelligenz! Die Entstehung von Wissen läuft immer in dieser Reihenfolge ab: Signal > (Bewertung) > Datum > (Bewertung - in Kontext setzen) > Information > (Bewertung - Zusammenhang und Ziele geben) > führt zu Wissen. Dieser Weg ist durch Intelligenz definiert und jede Form von Intelligenz führt zu einem anderen Ergebnis.

Begabung besteht darin, diese Wege schneller oder anders als Andere zu machen, aber der Weg an sich ist unabhängig von der Begabung. Das ganz schnell mal ins Unreine, ich würde mich freuen, wenn über diese Ansichten heftig diskutiert wird.

Siehe auch Seite Intelligenzen (obere Navigation)

1 Kommentar:

  1. Hmm - die beiden Begriffe kann man m.E. nicht trennen.

    Ich verstehe die Frage so nicht wirklich- meine Sicht der Dinge:

    Erstmal gibt es eine
    Über- oder Hypersensibilität. Die ist angeboren oder wird durch irgendwelche Hormone gesteuert.

    Die Sensibilität führt durch die erhöhte Bandbreite des "Ports" im Gehirn, zunächst einmal mehr Erfahrungen zu sammeln.
    Weiterhin reagiert das Gehirn auf den permanente erhöhten "Informationsbeschuss". Erst mal "irgendwie".
    Das hat dann aber Auswirkungen, da durch diese vielen Informationen sich das Gehirn verändert und vermutlich sogar irgendwie "trainiert" wird. Meist in gewissen Richtungen - visuell, Sprachlich, wie auch immer. Was zunächst einmal ein gewisses Interesse an der jeweiligen Sache voraussetzt.
    Dieses Interesse ist vermutlich in den meisten Fällen anerzogen oder natürlich auch geschlechtsspezifisch.

    Dann bildet sich parallel eine Begabung für das entsprechende Fach heraus und gleichzeitig eine Intelligenz in dieser Richtung.
    Das Wissen, das das Gehirn sozusagen im Hinterkopf behält, führt dazu, Dinge extrem schnell bewerten und umsetzen zu können.
    Das wird dann als "Erfahrung" bezeichnet.

    Das ist in meinen Augen somit alles eins - faktisch ein circulus vitiosus- sofern ich nicht eine Definition eines Begriffes übersehen habe, über die ich mich hinweggesetzt habe.

    Viele Grüße

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