Empathie-Fähigkeit bei Studenten nimmt rasant ab

Eine amerikanische Studie hat gezeigt, dass Studenten heute weniger Interesse für ihre Mitmenschen empfinden als früher. Schuld daran sollen die Medien sein.

Laut einer Studie der University of Michigan sind amerikanische Studenten heute weniger fähig zur Empathie als das früher der Fall war. Die Untersuchung beleuchtet einen Zeitraum von 30 Jahren. "Wir haben die größte Abnahme an Einfühlsamkeitsvermögen nach dem Jahr 2000 festgestellt," sagt Sara Konrath, eine Wissenschaftlerin am Institut für Sozialforschung an der University of Michigan. Standard-Tests hätten ergeben, dass College-Schüler heute über 40 Prozent weniger einfühlsam seien als ihre Kollegen vor 20 oder 30 Jahre

Konrath und ihre Kollegen stellten ihre Erkenntnisse diese Woche auf einem Treffen der "Association for Psychological Science" in Boston vor. In die aktuelle Bewertung flossen insgesamt 72 Studien ein, die zwischen 1979 und 2009 durchgeführt worden waren. Die Analyse zeigt, dass heutige Studenten im Vergleich zu ihren Kollegen in den späten siebziger Jahren weniger bemüht sind, die Perspektive ihrer Freunde nachzuvollziehen. Außerdem zeigen die Studenten laut der Studie weniger Sorge um diejenigen, denen es schlechter geht.