Von Elaine N. Aron
High Sensitivity ist kein Krankheitsbild, das es womöglich zu heilen gilt. Highly Sensitive Persons befinden sich manchmal sogar anderen Personen gegenüber im Vorteil - in Situationen, die es erfordern, unterschwellige Reize wahrzunehmen und mit Bedacht zu handeln. Ins Nachtreffen geraten sie, wenn die Reize zu viele und zu heftig werden: zu schnell, zu intensiv, ohne genügend Zeit, sie zu verarbeiten. Im Zustand der Übererregung wollen die Gedanken nicht fließen, die Bewegungen werden ungeschickt, es kommt zu Fehlern. Dies gilt grundsätzlich für jeden Menschen. Highly Sensitive Persons aber erreichen diesen Punkt besonders früh. Sie sind deshalb gut beraten, für ihre Veranlagung den passenden Rahmen im Leben zu schaffen. Vor allem gilt es, Situationen der Überreizung zu meiden. Dabei hilft es, Erfahrungen aus der Vergangenheit mit dem Wissen um die Veranlagung neu zu bewerten und einzuordnen.
Tipps für die Highly Sensitive Person - zum besseren Überleben in einer unsensiblen Welt, in der Überreizungen nicht immer vermeidbar sind:
· Meditieren Sie täglich oder praktizieren Sie eine andere Methode der systematischen Tiefenentspannung. Schon eine geringe Minderung des Erregungszustands kann für einen Hochsensiblen bedeuten, dass die kritische Erregung wieder unterschritten wird.
· Nehmen Sie sich darüber hinaus mindestens eine Stunde täglich für eine Auszeit vom hochstimulierenden Alltag. Sie können sich darauf verlassen, dass Sie damit in Ihrer Arbeit produktiver werden. Vor allem werden Sie mehr gute Ideen haben.
· Falls es Ihnen möglich ist, nehmen Sie einen Tag in der Woche völlig frei. Machen Sie keine Besorgungen, erledigen Sie nichts im Haushalt. Schlafen Sie.
· Verbringen Sie Zeit in und mit der Natur. Es tut Ihnen gut, im Wald zu sein, ein Haustier zu haben oder Pflanzen zu pflegen.
· Sagen Sie „nein", wenn ein „Ja" das Gefühl der Überlastung auslösen würde. Highly Sensitive Persons haben mit dem Neinsagen besonders große Probleme, da sie von Natur aus eher gewissenhaft sind und sich ausmalen, welche negative Folgen für andere ihr „Nein" zeitigen könnte.
· Ziehen sie sich zurück, wenn Sie bemerken, dass Sie in den Zustand der Übererregung zu gleiten drohen. Sie werden überrascht sein, wie problemlos andere Menschen dies akzeptieren.
· Highly Sensitive Personen reagieren besonders empfindlich auf Hungergefühle. Stellen Sie deshalb sicher, dass Sie immer einen eiweißreichen Snack als Notration bei sich haben.
· Meiden Sie Koffein. Kleine Mengen davon können nützlich sein, wenn Sie sehr müde sind. Im Allgemeinen aber brauchen hochsensible Menschen kein Koffein, da sie den Zustand optimaler Erregung leicht aus sich heraus erreichen.
· In Situationen der Anspannung sollten Sie langsam atmen. Versuchen Sie, zehnmal hintereinander auszuatmen, so dass Ihr nachfolgendes Einatmen tief von der Bauchdecke kommt. Ihr Körper verbindet damit Entspannung.
· Achten Sie auf Zeichen chronischer Übererregung: gestörte Verdauung, Schlafstörungen, Anspannung, Depressionen, Herz-Rhythmus-Störungen, Veränderungen im Blutdruck. Wenn Sie diese Zeichen erkennen, machen Sie schnellstmöglich Urlaub oder unternehmen Sie etwas, um mit der Ursache des anhaltenden Stresses konstruktiv umzugehen.
· Halten Sie sich körperlich fit. Bewegung hilft Ihrem Körper sehr, Stress zu bewältigen. Auch rhythmische Bewegungen helfen Ihnen.
· Vermeiden Sie es, viele Dinge gleichzeitig zu tun.
· Seien Sie sehr wählerisch, wem Sie Ihre Aufmerksamkeit schenken, jeder will sie. Versuchen Sie zu ignorieren, worauf Sie nicht reagieren möchten.
· Haben Sie Nachsicht und Geduld mit sich selbst. Erwarten Sie nicht, vor anderen Menschen zu glänzen, wenn sie sich unwohl oder unsicher fühlen.
· Nutzen Sie Ihre Träume als ein „Frühwarnsystem", das Ihnen Hinweise gibt, welche Bereiche Ihres Lebens Veränderungen erfordern und wo unbewusster Druck auf Ihnen lastet.
Elain Aron erklärt Hochsensibilität
Elaine Aron, eine Psychologin und Psychotherapeutin aus San Francisco hat in den 90er Jahren den Begriff der Hochsensibilität geprägt. Ihre Forschung fasst sie in diesem Clip zusammen:
Aron, Elaine N.: The Highly Sensitive Person. How to Thrive When the World Overwhelms You. New York, Paperback bei Broadway Books, New York 1997. Erstausgabe: Birch Lane Press/Carrol, Secaucus, 1996.
Aron, Elaine N.: The Highly Sensitive Person. How to Thrive When the World Overwhelms You. New York, Paperback bei Broadway Books, New York 1997. Erstausgabe: Birch Lane Press/Carrol, Secaucus, 1996.
Emotional intelligent
Was ist "emotionale Intelligenz"?
Lange Zeit galt der Intelligenz-Quotient (IQ) als der Maßstab für Erfolg. Nach neuesten Erkenntnissen ist aber die emotionale Intelligenz – der EQ – eines Menschen viel ausschlaggebender für seinen persönlichen und beruflichen Erfolg als der IQ. Mit emotionaler Intelligenz werden eine ganze Reihe von Fähigkeiten und Kompetenzen beschrieben, wie z.B. Mitgefühl, Kommunikationsfähigkeit, Menschlichkeit, Takt, Höflichkeit u.ä. Johann Wolfgang von Goethe sprach von "Herzensbildung".
Emotionale Intelligenz betrifft den Umgang mit uns selbst und mit anderen. Das besondere an der emotionalen Intelligenz ist, dass es dabei sowohl um den Umgang mit sich selbst geht, als auch um den mit anderen Menschen. Emotionale Intelligenz beschreibt also das Selbstmanagement und die Selbsterfahrung auf der einen Seite und Kompetenzen und Fähigkeiten im Umgang mit anderen Menschen auf der anderen. Für die emotionale Intelligenz sind vor allem folgende Kompetenzen entscheidend:
Selbstbewusstheit
Selbststeuerung
Motivation
Empathie
Soziale Kompetenz
Kommunikationsfähigkeit
Lange Zeit galt der Intelligenz-Quotient (IQ) als der Maßstab für Erfolg. Nach neuesten Erkenntnissen ist aber die emotionale Intelligenz – der EQ – eines Menschen viel ausschlaggebender für seinen persönlichen und beruflichen Erfolg als der IQ. Mit emotionaler Intelligenz werden eine ganze Reihe von Fähigkeiten und Kompetenzen beschrieben, wie z.B. Mitgefühl, Kommunikationsfähigkeit, Menschlichkeit, Takt, Höflichkeit u.ä. Johann Wolfgang von Goethe sprach von "Herzensbildung".
Emotionale Intelligenz betrifft den Umgang mit uns selbst und mit anderen. Das besondere an der emotionalen Intelligenz ist, dass es dabei sowohl um den Umgang mit sich selbst geht, als auch um den mit anderen Menschen. Emotionale Intelligenz beschreibt also das Selbstmanagement und die Selbsterfahrung auf der einen Seite und Kompetenzen und Fähigkeiten im Umgang mit anderen Menschen auf der anderen. Für die emotionale Intelligenz sind vor allem folgende Kompetenzen entscheidend:
Selbstbewusstheit
Selbststeuerung
Motivation
Empathie
Soziale Kompetenz
Kommunikationsfähigkeit
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