Besser spät als nie!


Spät entdeckte Hochbegabung
Warum geht eigentlich alle Welt davon aus, dass sich Hochbegabung „auswächst“? Das tut sie nicht! Sie bleibt ein Leben lang erhalten und wird leider oft viel zu spät entdeckt. 
Ebenso wie beim Kind kann eine unerkannte Hochbegabung bei Erwachsenen in Beruf oder Privatleben zu besonderen Erfahrungen oder zu Problemen führen. Beratungs- und Informationsangebote für hochbegabte Erwachsene fehlen jedoch fast vollständig.

In der Öffentlichkeit besteht so gut wie kein Bewusstsein dafür, dass es hochbegabte Erwachsene gibt und dass diese Mitbürger in aller Regel andere Fragen bewegen, als Otto Normalverbraucher. Kein Wunder, wenn Leistung, Wissen, Intelligenz oder auch ausgeprägte Sozialkompetenz weit weniger zählen als Ellenbogenmentalität und Selbstmarketing. Dabei können wir nicht verkennen, dass manche Auffälligkeit bei erwachsenen Menschen erst mit 30, 40 oder 50 Jahren als Hochbegabung erkannt wird.

Für eine späte Entdeckung kann es viele Gründe geben: Testung beim eigenen Kind oder psychische Erkrankungen. Aber auch Zufall, jahrelanger Selbstzweifel oder berufliche Veränderungen können dazu führen, dass sich jemand mit dem Thema Hochbegabung erstmals beschäftigt.
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Gehören Sie auch zu den Menschen, die erst im Erwachsenenalter auf den Gedanken gekommen sind, dass sie vielleicht zu den besonders begabten Menschen gehören? Das ist garnicht so selten, denn erst seit ca. 25 Jahren spricht man in Deutschland über dieses Thema, und dann fast ausschliesslich im Zusammenhang mit Kindern.

Die Reaktionen auf die späte Erkenntnis sind vielfältig. Die Betroffenen sehen sie meist mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie empfinden bodenlose Erleichterung, tiefe Trauer über verpasste Chancen bis hin zu neuem Lebensmut, weil „alles auf einmal einen Sinn bekommt“. Manchmal setzt das Wissen um Hochbegabung enorme Entwicklungsschübe in Gang. 

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